Oktober 2008
Obwohl unser Limit eigentlich längst erreicht ist, fällt es schwer „Nein“ zu sagen, wenn z. B. Kühe und Schweine als Alternative den Schlachthof haben, Hasen ihr Fell als Pelzbesatz lassen sollen oder Hunde ein unwürdiges Dasein fristen. Da halten wir uns dann lieber an den Grundsatz von Free Animal
„.... und lasst uns noch ein Leben retten.“
So z. B. das Leben von Ferkel Betty, welches für die Mast vorgesehen war und eine Lebenserwartung von 180 Tagen haben sollte. Betty hatte das Glück, vor diesem Dasein bewahrt zu werden. Im Alter von ca. 3 Wochen kam sie zu uns. Betty war winzig klein und unglaublich niedlich. Provisorisch bekam sie erstmal eine Schlafstätte aus einer Matratze, Wolldecken und Stroh. Neugierig, aber bereits mit einem gewissen Selbstvertrauen, erkundete sie das neue Zuhause. Nach einer ersten Inspektion schien sie sehr zufrieden. Auch die Verpflegung aus pürierten Kartoffeln und Babynahrung fand sie lecker. Extra gekauftes Ferkelaufzuchtfutter würdigte sie allerdings keines Blickes. Zu gerne wäre Betty gleich mit den anderen Schweinen zusammen gewesen, was aber wegen des Größenunterschieds noch nicht gleich möglich war. So blieb erstmal der Kontakt durch den Zaun. Es wurde gequiekt und gegrunzt und die Nasen aneinander gerieben. Damit Bettys Alltag nicht zu langweilig wurde, setzten wir sie zeitweise zu den Hasen. Nach ersten vorsichtigen Annäherungsversuchen freundeten sich Hasen und Ferkel an. Es wurde gemeinsam herumgetobt und gespielt. Sogar den Trick mit dem Hakenschlagen fand Betty unter ulkigsten Bemühungen heraus.

Inzwischen hat Betty einen eigenen Stall und die Zusammenführung mit Jakob, Lisa, Willi und Katie steht bevor.