Mary heißt das schwarze Pferd mit dem einen Auge. Das fehlende Auge kostete sie fast das Leben. Als sie beim Toben mit dem Kopf in den Stacheldrahtzaun rannte, taugte sie nicht mehr zum Reiten. Die "Besitzerin" hatte mit ihren 17 Jahren das "Faible für Pferde" verloren. Mary wurde lästig und vernachlässigt. Außer dem Metzger hatte keiner Interesse an dem einäugigen Pferd.
Einäuge Pferde sehen - anders als wir Menschen mit dem gleichen Schicksal - nur noch die Hälfte ihrer Umgebung. Dadurch werden sie sehr schreckhaft, wenn auf der blinden Seite etwas passiert, was sie erst sehr spät und völlig unvorbereitet mitbekommen.
Doch Mary ließ sich nicht ohne weiteres in den Pferdeanhänger des Metzgers verfrachten. Sie wehrte sich so heftig, daß der Metzger schon eine Hofschlachtung durchführen wollte. Eine Frau, die dem Geschehen nicht länger zusehen wollte, kaufte kurzerhand das Pferd spontan frei und übergab es Peter und Brigitte Hild.
Abschied von Mary
Mary ist am 27.4.2005 gestorben ist. Sie ist mit fast 33 Jahren friedlich in ihrem Stall gestorben. Der Tierarzt, der morgens noch gerufen wurde, konnte außer mit eventuellen Vitaminspritzen nicht mehr helfen.
Mary war von Anfang an mit dabei, wir werden sie sehr vermissen. Fast 15 Jahre hat sie die Hilds und Free Animal e.V. begleitet und wir sind dankbar dafür.