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Pferdeglück

Unsere Tiere

Otto

Die beste, schönste und glücklichste Nachricht gleich vornweg von Pferdeglück.

Nelli hat ein gesundes, vitales, 1,28 m Schulterhöhe, großes Hengstfohlen geboren. Es heißt Otto und kam am 13.5.2007 um 4:38 Uhr auf die Welt. Alles lief wie am Schnürchen. Nelli hat alles so tapfer und prima gemacht.

Die lange Zeit, die sie uns auf eine Geduldsprobe gestellt hat, sie ist fast 4 Wochen über den errechneten Termin hinaus gegangen, all die Nächte, die ich mir im Stall bei ihr um die Ohren gehauen habe, waren sofort vergessen. Ich durfte Nelli den Kopf halten und ganz zügig und mit aller Ruhe gebar sie ihr Baby. Ihre StallgenossInnen, die direkt in Nellis Box schauen können, standen stumm und mit großen Augen da und passten auf, was in Nellis Box Wunderbares passierte. Es war völlig still während der Geburt, als wenn alles gespannt wartete. Als das Fohlen mit der letzten gewaltigen Wehe auf diese Welt kam, ich die Eihaut zerrissen hatte, hob das kleine Wesen seinen Kopf und wieherte. Einen Moment hielten anscheinend alle anderen die Luft an, dann antworteten alle Pferde aus den Boxen und begrüßten Otto im Leben. Nelli noch etwas wackelig auf den Beinen, zeriss die Eihaut komplett, ging zu ihrem Fohlen, stupste es und leckte es ab, dabei stieß sie unendlich zärtliche leise Blubbergeräusche aus. Nach 7 Minuten stand Otto auf allen Vieren, nach 15 Minuten trank er das erste Mal. Pünktlich um 5:15 stand unser Tierarzt vor der Tür, untersuchte Otto und desinfizierte den Nabel. Mit dem Prachtfohlen und der Supermutter war alles bestens! Auch Salantus, der direkt neben Nelli steht,  wurde ebenfalls gelobt, da er seit der Geburt felsenfest davon überzeugt ist, dass er der Vater des Fohlens ist, sich rührend kümmerte und wohl völlig vergessen hat, dass er ja ein Wallach ist.

Während ich dieses schreibe, merke ich, dass Otto mittlerweile 2 Monate alt ist. Vom ersten Tag an konnte er mit seiner Mutter raus und sich auf der Weide austoben. Er trägt auch schon ein kleines Halfter und lässt sich wie seine Mutter zur Weide führen. Auch die ersten schmerzlichen Erfahrungen musste Otto schon sammeln. Ich fand ihn abends mit Schaum vor dem Maul, meine Panik war riesig. Der sofort gerufene Tierarzt stellte nichts Ernstes fest. Es hatte sich aber am 2. Backenzahn ein kleines Steinchen eingeklemmt, was Otto schmerzte.

Schnell war dieses entfernt, der etwas aufgeregte Otto trank sich erst mal satt, besser gesagt, den Schreck weg und ich brauchte einen Beruhigungstee.

Vielleicht mag ja jemand eine Patenschaft für Otto übernehmen, sein Leben soll ein Leben sein ohne Zwang, voller Liebe und Geborgenheit.

 

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