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Paulchen und Esmeralda
Paulchen
stand „nur rum“. Er wurde aus nicht erklärbaren
Gründen alleine, ohne Aufmerksamkeit, Pflege oder sonst was
im Wendtland auf einem Privatgrundstück gehalten.
Vermuten können wir nur, dass er irgendwann geschlachtet werden
sollte. Es gibt anscheinend wirklich Menschen, die diese Tiere essen.
Eine Tierschützerin aus dem Dorf wurde auf Paulchen aufmerksam
und redete solange auf den Besitzer ein, bis er ihn heraus gab.
Ein Platz wurde schnell in Soven bei Pferdeglück gefunden.
Paulchen Zustand war nicht gut. Die Außenhufe hatten sich
von den Innenhufen gelöst, das Laufen machte ihm Mühe.
Auch konnte er sich nicht so ganz mit der Pferdeherde
anfreunden, allein als Esel unter so vielen Pferden war ihm nicht
geheuer. Was Paulchen nicht ahnte war, dass auf der etwas entfernten
Pflegestelle bereits Esmeralda auf ihn wartete. Eine Eselsdame,
die aus ähnlichen Umständen eine Weile vorher dorthin
kam. Nach eingehender tierärztlicher Untersuchung war es 3
Tage später soweit. Paulchen wurde zu Esmeralda gebracht. Es
war „Liebe auf den ersten Blick“! Ich habe noch nie
einen Esel vor lauter Freude so schreien hören wie Paulchen.
Die beiden sind unzertrennlich und wir hoffen, dass
sie ganz langsam ihre Vergangenheit vergessen können.
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